Am 4. September 1944 wird Antwerpen von den Alliierten befreit. Der Antwerpener Hafen ist einer der größten Häfen Europas und sehr wichtig für die Alliierten. Ihre Schiffe können ihn aber nicht anlaufen, denn die Deutschen kontrollieren noch die Westerschelde. Das ist der breite Mündungstrichter der Schelde zwischen Zeeuws-Vlaanderen und Walcheren, der von der Nordsee aus den Zugang zum Hafen ermöglicht.
Am 11. September nehmen die Alliierten den Kampf auf. Es kostet sie fast zwei Monate schwerer Gefechte, Zeeuws-Vlaanderen zu erobern. Am 1. November überqueren kanadische und britische Einheiten mit Landungsbooten von Zeeuws-Vlaanderen aus die Schelde, um die Deutschen von der Insel Walcheren zu vertreiben. Zuvor haben sie dort die Deiche bombardiert, sodass das Land überflutet ist. Am 8. November ergeben sich die Deutschen. Erst nachdem die Seeminen geräumt sind, ist die Schelde ab 28. November endlich befahrbar.